|
WALTER TROUT
& The Radicals
Di, 26. April 2006 -
Wiener Reigen
Im Rahmen des „Vienna Blues Spring 2006“ trat ein Mann im Wiener Reigen auf, dessen Name untrennbar mit E-Gitarren betonter Rock & Blues Musik verbunden ist.
Walter Trout, er fing als junger Gitarrist bei John Lee Hooker an und spielte auch bei John Mayall und Canned Heat, ehe er sich vor mehr als 15 Jahren selbstständig machte und die "Radicals" gründete.
Doch bevor wir den unverwechselbaren Gitarrensound von Walter Trout bewundern durften, sahen wir als Anheizer die "Steve Fister Band"
Steve Fister war einst Gitarrist bei "Lita Ford" und tourte unter anderem mit seinen grossen Idolen "Pat Travers" und "John Kay & Steppenwolf" durch Amerika.
Bei der diesjährigen Europa-Tour mit Walter Trout, stellt er sein viertes Solo Album vor, das erste in Europa.
Ich war positiv überrascht. Mit so einer guten Vorgruppe hatte ich nicht gerechnet aber ich glaube die Zeiten sind vorbei, vor allem in den Achzigern hatte das Tradition, wo man eine eher schwache Vorgruppe auswählte und ihnen dann noch einen extrem schlechten und übersteuerten Sound zur verfügung stellte.
Nach einer kurzen Umbaupause, kam dann endlich der Langerwartete Hauptact samt Band, seitlich den Saal entlang richtung Bühne.
Sein Gitarren-Rowdie, steckte die Gitarre an, hing sie ihn um und los ging es. Ein Feuerwerk an wuchtigen Gitarren Klängen brach über uns herein und die Leute im Saal waren begeistert.
Keiner spielt die Gitarre so eindrucksvoll und mit so viel Hingabe wie Walter Trout. Er versucht wirklich alles aus ihr heraus zuholen ohne dabei den Rest der Band die Show zu stehlen, dafür sind sie zu gut.
Denn, so scheint es, nur das Beste ist gut genug für Walter Trout.
|
Zwischen den Ohrenbetäubenden Gitarrensound von Walter, hört man immer wieder den hervorragenden "Sammy Avila" an seiner Korg CX-3 Orgel durch.
Und seine Orgel-Solis sind um nichts schlechter als die vom Meister.
Am Bass sahen wir Heuer Rick Knapp. Er ersetzt den am 24. August 2005 verstorbenen Jimmy Trapp. Jimmy war als einziger von Anfang an bei den Radicals dabei. Sicher auch ein schwerer Verlust für Walter.
Zurück zum Konzert. am Schlagzeug war der immer gut gelaunte und stets für einen Spas aufgelegte Joey Pafumi.
Wir hörten eine gute Mischung aus altbekannten und neueren Songs. Doch eines hatten sie alle gleich, es gab sicher keinen unter sechs Minuten. so hatte auch die Band genügend Zeit, wie schon erwähnt, sich zu entfalten.
Einige Songs waren auch seinen Anfängen gewidmet. So spielte er auch, unter anderen, einen für John Lee Hooker wobei er versuchte seine Stimme etwas nachzumachen.
Einer der Besten Songs des Abends war ein einfühlsamer Blues, dessen Titel ich leider nicht mehr weis, den er seiner lieben Frau und seinen heissgeliebten Kindern widmete.
Das zeigt mir wieder zum einem, wenn einem was richtig am Herzen liegt, daraus werden die besten Songs. Und zum anderem, dass Walter Trout nicht nur die lauten Töne drauf hat sondern auch die leiseren und gefühlvolleren Töne beherscht.
Wobei man anmerken muss, dass er auch die härteren Nummern mit sehr viel Gefühl und in einen angenehmen Rhytmus spielt.
|
Gegen Ende der Show, als sich die Stimmung seinen Höhepunkt neigte, liess er auch seinen Gitarrenrowdie für zwei Nummern ans Micro.
Der machte das recht gut und sehr profissionell. Seine Stimme ging eher in Richtung Whitesnake. Auch wie er sich bewegte erinnerte ein wenig an die Weissen Schlangen.
Zum Schluss, zeigte noch jeder der Band was er drauf hatte und nach gut 100 Minuten war es erstmal zu Ende.
Doch das begeisterte Puplikum des Reigen, holte Walter Trout & The Radicals noch mal auf die Bühne und beglückten uns mit einer zehn Minuten Nummer im typischen Trout-Sound.
Hier kam vor allem der Drummer Joey Pafumi nochmal voll auf seine Kosten. Bei einem seiner vielen Schlagzeugsolis, warf er die Sticks fast bis zum Saaldach und fing sie wieder auf ohne dass er dabei aus dem Takt kam und lachte dazwischen vor Begeisterung.
|
Eines der besten Konzerte die ich je sah, war zu Ende und die Stimmung nach dem Konzert war geprägt von glücklichen Menschen, die einen schönen Abend erlebten.
Walter Trout, der Abräumer des „Vienna Blues Spring 2005“, war auch heuer wieder der absolute Höhepunk dieses Festivals und der Veranstalter versprach uns vor dem Konzert alles daran zu setzen, um Walter nächstes Jahr wieder nach Wien zu holen.
Dann hoffen wir dass es ihnen gelingt und wir sehen uns beim „Vienna Blues Spring 2007“.
Dieses Blues Vestival, welches voriges Jahr zum ersten mal stat fand, hat gleich voll eingeschlagen und war auch Heuer sehr gut besucht.
Nicht nur Stars wie Walter Trout treten hier auf, sondern auch heimische Blues Grössen sind hier zu bewundern aber auch auf den Nachwuchs wird nicht vergessen.
auf diesem Weg wünsche ich den Oranisatoren dieses Vestivals Alles Gute für die Zukunft und noch viele tolle Vestivals.
|
Konzertbericht & Fotos: (c) by Roli www.rolis-rocknblues.at
|
|