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GIANNA NANNINI
"Biografie"
Biografie 2006
1956.
Am 14. Juni kommt Gianna Nannini in Siena, Italien zur Welt. Die hiesigen, mittelalterlichen Pferdewettbewerbe faszinieren sie während ihrer Kindheit. Später studiert sie Klavier am Luigi Boccherini Konservatorium in Lucca, das sie allerdings ohne Abschluss im Jahr 1974 verlässt.
1975.
Gianna geht nach Mailand, wo sie unter Bruno Bettinelli Komposition studiert. Die Gitarre beherrscht die Autodidaktin bereits. Gesangsunterricht bei einem Bulgaren sowie ein Atemkurs in London folgen. Sie unterzeichnet ihren ersten Vertrag bei Dischi Ricordi, einem alteingesessenen italienischen Label.
1976.
Sie fasst Fuß in der Mailänder Szene, bewegt sich nach und nach in den Untergrund und veröffentlicht ihr erstes Album: „Gianna Nannini“.
1978.
Sie arbeitet mit PFM, versucht sich im Rock-Jazz-Bereich. Ihr zweites Album „Una Radura“ wird veröffentlicht.
1979.
Gianna entdeckt Kalifornien für sich – sie wird stark durch den „Stars & Stripes“-Rock beeinflusst. „California“ wird veröffentlicht. Das Album stellt den Rock-Wendepunkt ihrer Karriere dar.
1980.
Das von einer autoerotischen Traum-Thematik durchzogene „America“ verhilft Gianna Nannini zu ersten Charterfolgen. Der Song wurde im Folgenden zu einem Klassiker ihrer Liveshows, weil er ihre Energie und Brillanz auf den Punkt bringt.
1981.
Gianna schreibt den Soundtrack für „Sconcerto Rock“, einen Film von Luciano Mannuzzi, der von Bernando Bertolucci produziert wurde. Gemeinsam mit Roberto Cacciapaglia, einem Mailänder Avantgardisten, produziert sie das experimentelle „G.N.“-Album. Im Juli des Jahres trifft sie auf Peter Zumsteg, der bis zum heutigen Tage ihr Manager (und Co-Produzent) ist.
1982.
Erste Zusammenarbeit mit Conny Plank, u.a. Produzent von Kraftwerk, Ultravox, Eurythmics, DAF und Devo. Mit „Latin Lover“ erscheint ihr fünftes Album. Im Oktober des Jahres tritt sie im legendären Essener Rockpalast mit Kid Creole & The Coconuts und Little Steven auf.
1983.
Gianna spielt die Rolle der Titania in Gabriele Salvatores’ Film „Sogno di una notte d’estate“. Auch am Soundtrack zum Film ist sie beteiligt. Riesige Konzerte in der Berliner Waldbühne, in München (gemeinsam mit The Police) und Düsseldorf folgen.
1984.
„Puzzle“, ihr sechstes Album, erscheint. Das Video für „Fotoromanza“ entsteht, wobei Michelangelo Antonioni als Regisseur fungiert. Auftritt im Rahmen des Montreux Jazz Fastival, große Tournee durch ganz Europa, und die Single „Fotoromanza“ bleibt zwei Monate an der Spitze der italienischen Charts. „Puzzle“ hält sich sogar ein halbes Jahr in den Album-Top-10. Zwei Gold-Auszeichnungen folgen, und auch in den deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts klettern Giannas Platten steil nach oben.
1985.
Ende Januar erscheint „Tutto Live“, die erste Live-Veröffentlichung von Gianna Nannini & The Primadonnas, die während der „Puzzle“-Tour aufgenommen wurde. „Profumo“ wird in ganz Europa veröffentlicht, zudem bringt ihr „Latin Lover“ auch eine Goldene Schallplatte in Deutschland ein (damals noch 250.000 verkaufte Einheiten!).
1987.
Am ersten Mai des Jahres treten Sting, Jack Bruce und Gianna Nannini im Hamburger Schauspielhaus auf. Sie spielen Songs von Bertolt Brecht und Kurt Weill, und der Abend wird überall im Fernsehen ausgestrahlt. Ein Jahr nach der Veröffentlichung zeichnet sich nun ab, dass „Profumo“ Giannas bis dato größter Erfolg ist: Doppelt-Platin in Italien, Gold in Deutschland, Platin in Österreich und der Schweiz. Gianna wird zudem mit dem „Gold Award“ beim „World Popular Song Festival“ in Tokio ausgezeichnet. Die Single „I Maschi“ und die Greatest-Hits-Compilation „I Maschi E Gli Altri“ wird veröffentlicht – bis zum heutigen Tage ist diese Compilation mit weit über einer Million verkauften Einheiten Giannas erfolgreichstes Album.
1988.
Nach der Single „Hey Bionda“ erscheint das Album „Malafemmina“, das von Alan Moulder co-produziert wurde.
1989.
Gianna nimmt in Mailand „Un’Estate Italiana“ auf, die Hymne der Fußball-WM 1990 in Italien. Alle Einnahmen aus dieser Veröffentlichung gehen an Amnesty International. Die Video-Compilation „Maschi E Altri“ wird veröffentlicht: Sie zeichnet Giannas Triumphe der vergangenen Dekade nach.
1990.
Gianna und Band nehmen in den legendären Londoner RAK-Studios das Album „Scandalo“ auf. Dave M. Allen (The Cure) steht ihr dabei zur Seite. Im Sommer dreht sie in Polen das Video zur gleichnamigen Single, das von Dieter Meier (Yello) kreiert wird. Am 27. August erscheint „Scandalo“. Gianna füllt Stadien in sämtlichen europäischen Metropolen.
1991.
Nach all den Erfolgen steht 1991 auch Italien wieder auf dem Tour-Programm. Ein Live-Album und das dazugehörige Live-Video entstehen: „Giannissima“, von Dave M. Allen co-produziert.
1992.
Gianna beginnt im Frühjahr die Arbeit an „X Forza E X Amore“ in der Toskana. Auch in Neunkirchen und Mailand werden Aufnahmen getätigt. Es erscheinen spanischsprachige Versionen ihrer Riesenhits „Sorridi“ („Sonrie“) und „I Maschi“ („Chicos“).
1993.
„X Forza E X Amore“ wird in der Londoner Hit Factory fertiggestellt. Am Freitag, dem 16. April, nennt einer der größten italienischen Radiosender sein Programm für 24 Stunden in „Radio Baccano“ um – eine Hommage an den Titel der ersten Single zum neuen Album von Gianna. An besagtem Song ist auch der Rapper Jovanotti beteiligt. Gianna nimmt zum ersten Mal Kontakt mit Greenpeace auf.
1994.
Eine Charity-Show für Immigranten im Januar in Rom. Im Mai des Jahres folgt ein Konzert mit Lou Reed, Bob Geldof und diversen italienischen Musikgrößen. Während der Aufnahmen, die zum Album „Dispetto“ führen, kann Gianna ihr Philosophie-Studium endlich (mit Summa Cum Laude!) abschließen. Der Titel ihrer Abschlussarbeit lautet: „The body in the voice – Relation between body and voice under an anthropological and musical perspective“.
1995.
In der ersten Minute des neuen Jahres spielen alle Radiosender Italiens „Meravigliosa Creatura“, die erste Single von „Dispetto“, das in Europa im Februar erscheint. Am 4. Juli klettert Gianna gemeinsam mit einer Reihe von Greenpeace-Aktivisten auf den Balkon der französischen Botschaft in Rom, um gegen französische Atomexperimente im Pazifik zu protestieren. Gianna spielt den ganzen Sommer als Festival-Headliner. Im September tritt Gianna mit 16 Mönchen aus Tibet in Turin auf.
1996.
„Bomboloni“ erscheint als Vorgeschmack für eine kommende Anthologie. Das Album „Bomboloni – The Greatest Hits Collection“ erscheint in Europa am 29. August.
1997.
Neue Songs entstehen, und Live-Gigs stehen auch auf dem Programm. Giannas Zusammentreffen mit dem Produzenten Fabrizio Barbacci (Ligabue, Negrita) markiert den Anfang einer Kooperation, die schließlich zu „Cuore“ führen soll.
1998.
Die Single „Centomila“ und das Album „Cuore“ erscheinen im September. Die 12 Songs, die auf dem Album vertreten sind, zählen zu den persönlichsten, die Gianna jemals eingespielt hat.
1999.
Die erste Hälfte des Jahres widmet Gianna der Promotion ihres neuen Albums. Eine dreimonatige Tour folgt. Sie schreibt währenddessen im Online-Tagebuch (auf www.giannanannini.com) – Hunderttausende besuchen ihre Website. In der Silvesternacht des Jahres tritt Gianna vor einer halben Million Menschen in Turin auf; gemeinsam heißen sie das neue Jahrtausend willkommen.
2000.
Enzo D’Alò, Italiens bekanntester Cartoon-Filmemacher, bittet Gianna um einen Soundtrack zu seiner Verfilmung von „Momo“ (von Michael Ende). Für die Arbeit an den Songs tut sich Gianna mit Andy Wright zusammen, der zuvor schon in ihrer Band gespielt hatte und bereits Künstler wie Simply Red, Eurythmics, Massive Attack und Annie Lennox co-produziert hatte.
2001.
Im Frühjahr beginnt Gianna mit der Arbeit an einem Album, das aus bis dato unveröffentlichtem Material bestehen soll. Sie tut sich auf ein Neues mit dem Produzenten von „I Maschi“ zusammen: Armand Volker. Auch arbeitet sie von nun an mit Isabella Santacroce, einer italienischen Autorin. Das Album soll im Frühjahr 2002 erscheinen. Am 3. September wird die „Momo“-Verfilmung erstmalig in Venedig gezeigt. Für die Komposition hat Gianna u.a. mit Francesco Sartori, Raffaele Gulisano, Tommaso Marletta und Davide Oliveri zusammengearbeitet, wobei sämtliche Texte von Gianna und Isabella Santacroce stammen. Zudem singt Gianna ihren Hit „Aria“ zum ersten Mal auf Deutsch, wobei Xavier Naidoo für den deutschen Text verantwortlich ist. Der offizielle Momo-Soundtrack erscheint bei Universal Music. Nach den Attacken des 11. September marschiert Gianna (inkognito) beim Friedenszug von Perugia nach Assisi mit.
2002.
Nach der Single „Uomini A Meta“ erscheint das Album „Aria“ im April, das von Armand Volker und Peter Zumsteg produziert wurde. Auch war Isabella Santacroce wiederum an der Arbeit beteiligt. Für die Kompositionen zeigten sich dieses Mal das Trio Gulisano-Marletta-Oliveri und Francesco Sartori verantwortlich. Gianna bewegt sich mit dieser Platte auf Neuland: sie vermischt ihren melodischen Rock mit zeitgenössischen Elektro-Pop-Ansätzen.
2004.
Das Album „Perle“ erscheint im Januar, nachdem die Single „Amandoti“ (eine Coverversion eines Songs von Giovanni Lindo Ferretti) bereits veröffentlicht worden war. Im Rahmen ihrer dazugehörigen Tour tritt Gianna erstmalig in Theatern und Opernhäusern auf.
2006
Das aktuelle Album „Grazie“ ist ab dem 28.07. in Deutschland erhältlich.
Diskographie:
1976: Gianna Nannini
1978: Una radura
1979: California
1981: Sconcerto Rock (Soundtrack)
1981: G.N.
1982: Latin Lover
1984: Puzzle
1985: Tutto Live
1986: Profumo
1987: Maschi e altri
1988: Malafemmina
1990: Scandalo
1991: Giannissima (Livealbum)
1992: X Forza e X Amore
1995: Dispetto
1996: Bomboloni – The Greatest Hits Collection
1998: Cuore
2001: Momo alla conquista del tempo (Soundtrack)
2002: Aria
2004: Perle
2006: Grazie
www.giannanannini.it
www.giannanannini.com
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Quelle: www.universal-music.de
Fotos: (c) 2006 by Universal Music
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