|
Interviews
Interview mit den ROCKIN` BIRDS
Am 7. April 2006 hatte ich die Ehre ein Interview mit den sympatischen und gut gelaunten Damen der ROCKIN` BIRDS zu führen
ROLI:
Wie würdet ihr Eure Musik bezeichnen?
KATIE:
Rythem´n blues und rockabilly würde ich sagen, weil da ist alles drin.
Weil wir spielen keine reinen Lieder sondern es is immer etwas Crossover alles, es ist aber trotzdem die Musik die sicher auch jeder erwartet, wenn steht "Rythem´Blues und Rockabilly", dann wird sicher keiner enttäuscht der zu unseren Konzerten kommt.
Auch wenn es manchmal etwas Blueslastiger ist oder ein bisschen nach Blue Grass oder Country klingt. Und da uns das alles geällt und wir keine Leuchtreklame machen, haben wir es in diesen zwei Begriffen zusammengefasst.
ROLI:
Warum diese Musik?
SABINE:
Ja, eigendlich weil sie uns gefällt. wir nehmen weniger Rücksicht drauf was den Leuten gefällt sondern mehr was uns gefällt.
KATIE:
Wir hoffen, dass wir dann so überzeugt spielen, dass es auch den Leuten so gut gefällt wie uns.
Es ist uns ein Anliegen auch, ein bisschen die Musik am Leben zu erhalten
ROLI:
Seit wann gibt es die Rocking Birds?
SABINE:
Seit 27. August 2004 (kam wie aus der Pistole geschossen und voller Freude).
Unser erster Auftritt war im "Louisiana Blues Pub". Da haben wir zum ersten mal zusammengespielt und es hat gleich so gut funktioniert.
KARIN:
Und da hat die Katie auch unseren Namen gleich gehabt.
KATIE:
Ich habe schon lange diesen Namen im Kopf gewälzt, dass ich gern eine Band haben würde, die so heisst.
Und mit der Karin hab ich angefangen zu spielen, privat. sie is immer zu mir gekommen und wir haben über Männer geredet und dann haben wir etwas Blues gespielt.
Dann haben wir uns gesagt: "Gut, spielen wir mal Live" und haben uns umgeschaut nach einem guten Schlagzeuger und haben auch mit einigen gespielt aber niemand hat uns nur annähernd so gut gefallen wie die Sabine.
Dann hab ich die Sabine gleich überfahren: "Wir sin jetzt die Rocking Birds, aus".
Mann sollte auch vielleicht noch den Al Cook erwähnen, dass wir eigentlich durch ihn so zusammen gekommen sind.
Also auch bei uns beiden (Katie und Karin) hat er schon beigetragen.
KARIN:
Wir waren damals schon Freundinen, sie hat mich immer mitspielen lassen bei Sessions und dann haben wir die ersten Auftritte miteinander gehabt.
Und was der springende Punkt war, dass wir beim Al Cook, bei seiner CD "Birmingham Jam" eine Nummer zu zweit aufgenommen haben für ihn. Da ham wir zusammen geprobt und dann sind wir hingegangen und haben das problemlos aufgenommen und erst dann haben wir gemeinsam gespielt.
KATIE:
Das war dann der springende Punkt, wir spielen miteinander oder wir können miteinander. Wir können auch im Studio bestehen und damit war alles klar.
Ich wollte eigentlich keine eigene Band mehr haben, denn mit den Gigs aufstellen ist das nicht so leicht. Das kann ich nicht so wirklich (Alle lachen)
KARIN:
Da gibt es zwei, die das auch nicht besser können
ROLI:
Die vierte Frage ist eigentlich schon beantwortet, wie seit ihr zusammengekommen?
KARIN:
Ja, wir reden halt so viel.
SABINE:
Die Karin und die Katie haben sich vorher schon gekannt und ich und die Katie haben uns vorher schon gekannt.
Und einmal hab ich im Jazzland gespielt, dann seit ihr zwei (Karin u. Katie) auch hingekommen.
KARIN:
Da haben wir dann zu dritt gespielt und da haben wir uns für den nächsten Gig sofort okupiert.
ROLI:
Finde ich toll
KARIN:
Ja, genau. Das war nicht so krampfhaft zusammengestellt.
Es war auch nicht so, dass wir die Idee hatten eine Frauenband zu gründen.
KATIE:
wir haben einfach den besten Schlagzeuger genommen.
KARIN:
Und wir haben zuvor schon mit ein paar Schlagzeugern probiert und es hat nie so richtig gepasst und mit der Sabine ist es von Anfang an super gegangen.
ROLI:
Was bedeutet es für Euch Musik machen zu können oder zu dürfen?
KARIN:
Angefangen hat es für mich mit der Liebe zum Blues. Ich war Jahrelang in der Bluesszene als Puplikum unterwegs, hab dann mit einem Pianisten angefangen zu singen, dann hab ich Gitarre spielen gelernt, bin viel auf Sessions gegengen und da hab ich dann eben die Katie kennen gelernt.
Ich hab aber einen Job und ein Kind - für mich ist es also, das was ich immer gerne machen will und wollte, kann ich jetzt in dieser Band verwirklichen und regelmässig spielen.
Denn früher war ich immer so auf Sessions, hab imme irgendwo mitgesungen und mitgespielt und mit den Rocking Birds mache ich das jetzt so Richtig und das ist für mich ganz toll.
Ich leb das auf der Bühne und für mich ist das einfach ein Teil vom Leben. Es gehört zum Leben dazu. Es ist nicht so ganz Extra sondern es ist ein Hobby, das aber mehr geworden ist als ein Hobby.
SABINE:
Also mir taugt das bei der Musik, dass wenn man mit wem zusammenspielt, dass eigentlich jeder sein eigenes Ding macht und es entsteht dann etwas Gesamtes.
Das ich nicht irgendwie alleine spiele, sondern mit anderen Leuten zusammen.
Und wenn man noch dazu mit Leute zusammenspielt, die man privat auch gerne hat, das taugt mir einfach voll.
Wenn man sich gegenseitig die Ideen zuwirft und der andere eine Antwort drauf hat und etwas entsteht, das ist das tolle an der Musik.
KATIE:
Bei mir ist die Musik eigentlich eine Lebensgrundlage. Zum Beispiel, momentan läut es nich so gut mit den Auftritten, jetzt überleg ich, was würde ich sonst noch machen wollen. also selbst wenn ich könnte, selbst wenn ich jede Ausbildung hätte und ich bräuchte es mir nur aussuchen. Ich könnte mich in nichts so reinsteigern, wie in die Musik.
Also wenn ich nicht spielen kann - live, dann werde ich so grantig und bin mies drauf und verlier so jeden Sinn des Lebens.
Ist auch nicht gut aber ich kann nicht anders sein. Das ist für mich wirklich so eine Art...ja, eine Grundlage.
Wie für andere ein Kind oder die Liebe zu einem Mann, so ist für mich die Musik die erste Grundlage und jetzt hab ich endlich eine Band mit der ich mich so gut verstehe. Wo ich mich nicht fürchten muss, wo ich mich nicht verstecken muss, wo ich mich nicht zurückhalten muss, wo mir niemand irgendwelche Lehren erteilt von Etwas was ich eh schon weis und wo man mich ungehindert einfach sein lasst wie ich bin - auch als Mensch und nicht nur als Musiker.
ROLI:
Was sind Eure nächsten Projekte?
KATIE:
Naja, eine CD aufnehmen eine Richtige. Eine Demo-CD haben wir schon. Sechs Nummern haben wir schon eingespielt und da wollen wir halt einmal eine richtige CD machen auch mit eigenen Nummern.
Also möglichst viel Nummern schreiben und Originals, weil das für uns sehr wichtig ist.
Vielleicht sollten wir auch noch reinbringen, dass wir auch mit einem Elvis-Imitator, mit Chris Kay spielen.
Mit dem spielen wir richtig als seine Begleitband. Eine Art 50er Jahre Programm ist das. Also Elvis 50th und es schein recht gut zu funktionieren und zu passen.
wir haben jetzt einmal gespielt mit ihm in der "No Name City" und das war ganz witzig.
KARIN:
Ich fand das so lustig. Normal hat man drei Typen als Begleitband und die Frau vorne. Jetz ist es einmal genau umgekehrt und das finde ich so lustig.
KATIE:
Und er ist wirklich das Sexsymbol. Also wir sind die Begleitband die hinter ihm steht und er ist der Frontman und der Sexy-Typ und verkauft das ganze. Und wir begleiten ihm und featuern ihn halt so gut als möglich.
Mir ist es auch wichtig, dass dieses Frau Thema, das das einfach wurscht ist. Denn wir spielen genau wie die Männer, aus den gleichen Gründen, mit genau der gleichen Hingabe, mit genau den gleichen technischen Vorgaben und wir haben auch die gleichen Probleme.
Wir wollen uns auch nie darauf ausruhen, dass wir Frauen sind und wir wollen auch nicht anders behandelt werden.
SABINE:
Also wir wollen nicht für eine Frauenband gut spielen, sondern wir wollen einfach als Band gut spielen.
KATIE:
für uns sind die Vorgaben und die Schwierigkeiten genau die gleichen wie für die Männer. Es gibt eigentlich keine Unterschiede.
KARIN:
Es gibt leider schon welche
KATIE:
Ja, im tun gibt es keine, nur in der Auffassung der Zuhörer.
KARIN:
also wenn wir wo hinkommen, müssen wir uns mehr beweisen als Männer. Das sind die Erfahrungen die wir machten.
Als Frau muss man noch besser sein und noch besser sich auskennen. Es wird prinzipiel, also hier im Andino nicht, aber es gibt schon Techniker die uns alles erklären wollen weil sie meinen wir sind Frauen und haben von Technik keine Ahnung obwohl die Katie mit jeder Anlage vertig wird.
ROLI:
Was wünscht ihr Euch für die Zukunft?
SABINE:
Ich wünsch mir, dass wir so lange wie möglich zusammenbleiben. Dass es mit den Rocking birds weitergeht und dass dem Puplikum unsere Musik gefällt.
Und dass wir miteinander viel unterwegs sein können, auf Festivals spielen usw. und dass wir uns immer gut verstehen. Nicht dass wir uns irgendwann zerstreiten. Das wünsch ich mir halt.
KATIE:
Das wünsch ich mir auch...es schaut aber auch gut aus
KARIN:
Da sollte man aber auch dazu sagen, dass uns drei das Persönliche irsinig wichtig ist.
Dass wir sehr gute Freundinen sind. Dass wir nicht nur Musikerkolleginen sind und unseren Job machen sondern dass wir auch gute Freundinen sind und auch privat z.b. ins Kino gehen und "Walk The Line" ansehen und alle drei weinen in einer Reihe und mein Sohn ist auch dabei...
SABINE:
Also ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich mit Leuten zusammenspiele, die ich nicht mag. Das hab ich noch nie gemacht und ich kann es mir auch nicht vorstellen.
KATIE:
Nein, dass kann ich mir auch nicht mehr vorstelle...das tu ich nicht mehr.
ROLI:
Dann wünsche ich euch alles Gute für die Zukunft und noch viele tolle Konzerte gemeinsam.
KARIN:
Ja Danke wir wünschen Dir auch Alles Gute und Danke für das Interview
ROLI:
ICH danke für das Interview
Karin Daym, Sabine Pyrker, Katie Kern
Foto & Interview (c)
2006 by roli
|
|