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Interviews
Interview mit BIRGIT DENK
Am 14. Mai führte ich in der "Vorstadt" ein Interview
mit der Austro-Pop u. Rock Sängerin
BIRGIT DENK
Roli: Erst einmal Danke, dass dieser Interview-Termin zustande gekommen ist.
Birgit: Bitte gerne
Roli: Was beteutet es für dich Musik machen zu können
Birgit: Dass ich es kann, will ich einmal hoffen und dass ich es gerne mache ist für mich wichtig, weil es für mich ein Ausdrucksmittel ist, dass mein Ausdrucksmittel ist. Und für mich ist es, so wie andere Leute radfahren gehen, weils lustig ist, muss ich Musik machen. Es geht gar nicht anders
Roli: In welche Musikrichtung würdest du deine Musik einordnen
Birgit: Damit wir uns in Ladln (Schubladen) bemühen und alle wissen was ich meine antworte ich gerne. Es ist Austro-Pop. Von dem, weil sie sich stark über den Text manifestiert, weil es sehr stark vom Text zum erkennen ist und der ist halt Wiener Dialekt und deshalb würd ich schon sagen, dass es im weitersten Sinne Popular-Musik aus Österreich, respektive aus Wien ist.
Roli: Könntest du dir vorstellen Hochdeutsch zu singen oder gar in einer anderen Sprache
Birgit: Ich hab ja ganz früher Englisch gesungen. Wie alle, wahrscheinlich wenn sie so um die Vierzehn sind. Da stelln sie sich hin und singen dann englische Lieder nach.
Des hab ich natürlich gemacht und das mache ich auch immer noch. Und ich kann auch in Hochdeutsch singen. Aber der grosse Punkt ist der, dass wenn ich die Texte selber schreibe, dann muss ich sie im Dialekt singen, weil mir fallen in Hochdeutsch, Englisch, Französich, Suaeli oder Spanisch kane Texte ein.
Deshalb, wenn ichs selber schreib und selber moch, dann wird´s immer wieder Dialekt sei. Aber das heisst nicht, dass ich gute Texte - Von dem der halt gute Texte in Hochdeutsch schreiben kann, nicht auch singen würde
Roli: Gab es Hindernisse zu überwinden um im Rockbissnes Fuss zu fassen.
Birgit: Also Hindernisse? Man muss halt einen langen Atem haben und man muss halt ganz lang Geduld haben und man muss sich halt nicht gleich so zurückschrecken lassen. Mit´n Fuss fassen ist es ja auch noch nicht so weit, weil wir gehen ja fast alle hackln auch noch. Aber das ist ok, weil dadurch hat man die Freiheit das zu machen was man mag und muss keine Kompromisse eingehen.
Roli: Haben es Frauen schwerer in diesem Geschäft
Birgit: Das kommt drauf an. Also, ich kann es ja nicht vergleichen, weil ich kannn ja nicht quasi morgen ein Mann sein und dann sagen "uh es wäre viel leichter".
Ich glaube nicht, dass es wirklich schwieriger ist. Es is schwieriger, weil halt viel Männer das hauptsächlich machen und man muss sich als Frau a bissl den Männer-Schmäh angewöhnen oder halt schauen wie man da über die Runden kommt. Das is mir aber eh nicht so schwer gefallen. Man muss sich schon seinen Platz etwas mehr suchen. Weil die Männer-Clique...wie zb beim kicken, wenn da auf einmal eine Frau dazukäme, würden sie auch alle blöd schauen.
Es sind schon mehr Frauen im Bissnes aber man muss sich schon seinen Platz suchen. Das auf alle Fälle aber ob das um so viel schwerer ist, weis ich nicht.
Roli: Schreibst du deine Lieder selber
Birgit: Ich schreib die Texte ziehmlich selber, teilweise auch mit Unterstützung vom Alex Horstmann. Weil das oft g´scheit ist, weil Texte schreiben hat für mich sehr viel zu tun mit, dass man sich gegenseitig unterhaltet über ein Thema und das kann man zu zweit viel besser und dann fallen einem so Phrasen ein oder irgendwas was noch gesagt werden sollte.
Und die Musik macht hauptsächlich auch der Alex Horstmann. Damit hab ich nix zum tun, weil ich kann in wirklichkeit kein Instrument spielen, ich kann ja nur singen und die anderen Musikannten auf der Bühne schreiben auch teilweise Nummern und das wird halt immer...um so besser wir uns kennen um so mehr schreiben die anderen auch mit. Aber die Texte schreib hauptsächlich ich.
Roli: Auf deiner CD "Ausg´steckt" ist eine Cover-Version" von Marianne Mendt´s "Glockn". Wieso hast du gerade dieses Lied ausgewählt
Birgit: De Glockn ist ein Lied, das kenn ich schon ganz lang, denn das Lied ist so alt wie ich. Das hat das Lied und ich gemeinsam. Und das war immer für mich so der Anbeginn von dem wo sich die österreicher gedacht haben oder die Wiener gedacht haben, wir singen im Dialekt und das ist popularmusik geworden und war damals in der Hitparade usw. Und ich hab mir gedacht, das ist so ein Anfangs-Statement von dem was wir machen wollen und das war das Anfangs-Lied von der ganzen Geschichte mit dem der ganze Run auf Dialekt-Musik angefangen hat und dem leisten wir Ehrerbietung und deshalb haben wir das aufgenommen.
Roli: Was hörst du privat am liebsten:
Birgit: Quer durch den Gemüsegarten. Ich höre schon sehr viel deutschsprachige Sachen, dialektsprachige Sachen. Da schon ziemlich Gaufré übergreiffend, also deutschsprachiger Hip Hop ist mir schon gerne im Autoradio mein Freund. Ich höre auch internationale Sachen, Ich höre alles. Musik ist so schön. Also ich sag jetz nicht so diese typische Antwort wie: "Ich höre alles ausser Klassik und Schlager"...höre ich auch, wenn´s super ist. Also wie gesagt...gute Musik, die von Herzrn kommt und die was zum sagen hat, höre ich gerne.
Roli: Auf deine HP ist zu lesen, dass dein Lieblingsland Holland ist. Wieso Holland.
Birgit: Ich war seit mein fünfzehnten Lebensjahr ständig in Holland. Erstens kann man dort super Fahrrad fahren, weil da geht es nicht bergauf und das ist sehr praktisch und wo findet man das schon ausser im Burgenland.
De andere G´schicht ist, dass...ich finde, dass dort total freundlichen Leute sind. Ich hab die als sehr gastfreundlich, freundlich und offen empfunden und was mir an Holland am meisten gefällt ist, ich hab in meiner Wohnung keine Vorhänge weil ich das komisch finde, aber nicht weil ich so exhibitionistisch veranlagt bin. Und in Holland ist das auch überall. Wenn du in irgendein kleines Kaff (kleiner Ort) reingehst, kannst reinwinken wenn die Leute beim Kaffee sitzen, weil die haben alle keine Vorhänge und das gefällt mir.
Roli: Was sind deine nächsten Projekte
Birgit: Wir spielen auf der Donauinsel am 26. Juni und auf das freuen wir uns schon weil wir dieses Jahr auf der Hauptbühne spielen dürfen am Sonntag irgendwann um 18:00 Uhr.
So de grosse Bühne - ich hoffe der Peter Rapp ist dort, weil der moderiert ja das immer. Da sag ich dann "servas Peter" (lacht) und auf des freu ich mich schon.
Ausserdem werden wir im Juni wieder das erste mal ins Studio gehen, wir haben schon wieder neue Numern die wir aufnehmen werden und im Sommer gehen wir dann nochmal ins Studio. Und wir haben vor, wenn alles gut läuft - kana krank wird oder sich in Haxn verstaucht oder sonst was - dass wir im Oktober ein neues Album heraus bringen.
Roli: Super
Birgit: (lacht) ...gö
Roli: Wird es beim heutigen Konzert in der Vorstadt schon einige Kostproben zu hören geben
Birgit: Das könnte fast so sein. Wir haben auf alle Fälle zwei ganz neue Titel die wir spielen werden. Aber natürlich heute wieder in der "ausg´steckt" Version. Des hast am Album im Oktober werden die sicher wieder in der elektrischen Version zu finden sein.
Wir wollen diese "ausg´steckt" Geschichte trotzdem noch beibelassen, weil es ganz einfach für uns musikalisch ganz witzig ist, Lieder die elektrisch funktionieren auf "ausg´steckt" zu machen und das machen wir heute auch wieder.
Roli: Ja, das wars eigentlich schon...
Birgit: Freut mich dass es des war und danke dass´d do warst.
Roli: Ich danke für das Interview und wünsche dir noch alles gute für die Zukunft und viel Spas heute beim Konzert
Birgit: Des wünsch i dir a
Foto & Interview (c)
2005 by roli
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